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Familiencoach Krebs
Örtlich begrenzter Brustkrebs
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Zielgerichtete Medikamente und Immuntherapie

Bei manchen Frauen kommen Wirkstoffe in Frage, die gezielt in das Wachstum der Krebszellen eingreifen. Man blockiert mit diesen zielgerichteten Medikamenten bestimmte Merkmale, die im Tumorgewebe für besonders aggressives Wachstum verantwortlich sind oder hemmt Reparaturmechanismen in den Krebszellen.

Immuntherapien mit sogenannten Immun-Checkpoint-Inhibitoren werden nur bei wenigen Frauen eingesetzt. Sie müssten hierfür ein hohes Rückfallrisiko und einen triple-negativen Tumor haben. Das ist ein Brustkrebs, der weder Hormon- noch HER2-neu-Rezeptoren trägt. 

Welches dieser Arzneimittel in Frage kommt, hängt von der Gesamtsituation der Patientin ab. Grundvoraussetzung ist, dass die Tumorzellen die Merkmale tragen, die vom jeweiligen Medikament angesteuert werden. Aber auch die Wachstumseigenschaften der Tumorzellen, die Ausbreitung der Erkrankung und weitere adjuvante Therapien spielen bei der Auswahl eine Rolle. Daher wird der Behandlungsplan für jede Patientin individuell erstellt. 

Kinase-Hemmer gegen HER2

Kinase-Hemmer gegen HER2 blockieren den Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2-neu im Zellinneren und hemmen so das Wachstum der Krebszellen. Patientinnen mit hohem Rückfallrisiko, deren Krebszellen viele dieser Rezeptoren auf der Oberfläche tragen, profitieren von der Behandlung. Das Medikament wird in Tablettenform für 2 bis 3 Jahre eingenommen, wenn die Behandlung mit einem Antikörperpräparat gegen HER2 abgeschlossen ist.

CD4/6 Hemmer

Bei Patientinnen mit einem Hormonrezeptor-positiven Tumor, der keine HER2-neu-Rezeptoren trägt, sind die wachstumsfördernden Eiweißstoffe CDK4 und CDK6 oft besonders aktiv. Gibt es weitere Hinweise auf ein hohes Rückfallrisiko, so empfehlen Experten diesen Patientinnen die Einnahme eines CDK4/6 Hemmers in Tablettenform zusätzlich zur Antihormontherapie. Dies soll die Heilungschancen verbessern.

PARP-Hemmer

Hat die Patientin eine Veränderung in einem der Brustkrebs-Gene (BRCA1 oder BRCA2) und ist ihr Tumor HER2-negativ? Dann kann ein PARP-Hemmer in Kombination mit einer Chemo und / oder einer Antihormontherapie als adjuvante Therapie zum Einsatz kommen. PARP-Hemmer greifen in den Reparaturstoffwechsel der Brustkrebszellen ein und können die Heilungschancen von Patientinnen verbessern, die ein erhöhtes Rückfallrisiko haben. Die Tabletten nehmen Patientinnen selbständig für insgesamt ein Jahr ein.

Immun-Checkpoint-Hemmer

Immun-Checkpoint-Hemmer sind als Arzneimittel zubereitete Antikörper, die das körpereigene Immunsystem gegen den Tumor aktivieren. Sie werden in Kombination mit einer Chemo vor und / oder nach einer Operation eingesetzt, wenn die Brustkrebspatientin ein hohes Rückfallrisiko hat. Die Infusionen erhält die Patientin ambulant in einer Praxis oder Klinik. 

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