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Operationen

Mögliche Komplikationen

Schwere Zwischenfälle bei oder nach größeren Operationen sind nie ganz auszuschließen, aber eher selten. Schon bei der Planung des Eingriffs überprüfen die Ärztinnen und Ärzte, wie gesund Herz und Lungen sind und wie belastbar der Betroffene insgesamt ist. Vor jedem Eingriff werden die Betroffenen über mögliche Risiken und Folgen aufgeklärt und unterschreiben erst dann, dass sie mit der Operation einverstanden sind.

  • Schmerzen: Patientinnen und Patienten erhalten nach größeren Eingriffen von vornherein so lange wie nötig Schmerzmittel. 
  • Infektionen: Selbst bei sehr guter Hygiene gibt es immer ein Restrisiko, dass Keime in die Wunde gelangen. Daher sollten weder Betroffene noch Angehörige selbständig Verbände entfernen. 
  • Schwellungen: Der Bereich rund um die Operationswunde kann einige Zeit geschwollen sein. Damit sich in größeren Wundhöhlen keine Gewebsflüssigkeit ansammelt, erhält man Drainagen: Das sind kleine Schläuche, die in den ersten Tagen die Wundflüssigkeit in ein Auffanggefäß ableiten. 
  • Lymphödeme: Wurden bei der OP Lymphknoten entfernt und Lymphbahnen durchtrennt, haben Patientinnen und Patienten langfristig ein gewisses Risiko für ein Lymphödem: Das sind Schwellungen, die sich von alleine schwer wieder zurückbilden. 
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Nach vielen operativen Eingriffen sind Patientinnen und Patienten eine Zeitlang mehr oder weniger schlecht beweglich. Das kann Komplikationen fördern: Die Lunge wird schlechter belüftet, in den Venen können sich Blutgerinnsel bilden, sogenannte Thromben. Lange Unbeweglichkeit führt zu Muskelabbau. Um diese Folgen zu vermeiden, erhalten Patientinnen und Patienten heute so früh wie möglich Hilfe dabei, sich ein bisschen zu bewegen. Um Blutgerinnsel vorzubeugen, bekommen Betroffene bei Bedarf gerinnungshemmende Medikamente. 
  • Narben: Wunden benötigen zum Verheilen einige Tage bis wenige Wochen. Bis sich eine feste und belastbare Narbe bildet, kann es allerdings ein halbes Jahr und länger dauern. Solange die Wundheilung nicht abgeschlossen ist, kann die Narbe kribbeln oder jucken. Wurden viele Nerven durchtrennt, bleibt das Gebiet rund um die Wunde unter Umständen taub. Manche Menschen haben eine Veranlagung für überschießendes Narbengewebe („Keloide“), bei anderen verhärtet sich das Narbengewebe und zieht sich zusammen („Strikturen“). Das kann auch bei inneren Narben passieren, zum Beispiel an Organen wie dem Darm oder der Harnröhre. Sind diese Veränderungen sehr störend, sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen: Sowohl gegen Keloide wie gegen Strikturen lässt sich etwas tun. 

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