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Krebsmedikamente

Zielgerichtete Krebsmedikamente

In den letzten Jahren hat sich die Krebstherapie sehr schnell weiterentwickelt: Viele neue Medikamente wurden zugelassen. Diese Entwicklung wurde möglich, weil man heute viel mehr über den besonderen Stoffwechsel und die Steuerungsvorgänge beim Wachstum von Krebsgewebe weiß. Die meisten dieser neuen Medikamente greifen direkt in wichtige Signalwege und Abläufe in Krebszellen ein: Die Störung oder Hemmung dieser „Ziele“ oder „Targets“ soll den Krebs stoppen. 

Obwohl es inzwischen sehr viele verschiedene dieser Arzneimittel gibt, fasst man sie meist unter „zielgerichteten Medikamente“ zusammen. Gelegentlich wird auch die englische Bezeichnung „Targeted Therapies“ verwendet.

Für wen kommen zielgerichtete Krebsmedikamente infrage?

Die neuen Medikamente sind bisher überwiegend eine ergänzende Therapie, zusätzlich zu anderen Behandlungsverfahren. Denn sie allein können einen Tumor nach bisherigem Wissen meist nicht zum Verschwinden bringen. Fast alle werden zuerst für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Krebs zugelassen. 

Bei diesen zielgerichteten Krebsmedikamenten gibt es eine weitere wichtige Voraussetzung: Das besondere Merkmal, gegen das sich das Medikament richtet, muss auf oder in den Krebszellen nachweisbar sein. Bei Patientinnen und Patienten, die keine solchen „Targets“ für das jeweilige Mittel aufweisen, wäre eine Behandlung sinnlos. Wo eine zielgerichtete Behandlung vielversprechend erscheint, gehören entsprechende Tests heute zu den Routineuntersuchungen. Untersucht werden die Eigenschaften meist an entnommenem Tumormaterial, seltener an Blutproben. 

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