Viele Betroffene sind noch längere Zeit nach der Krebsbehandlung extrem erschöpft. Sie fühlen sich überhaupt nicht leistungsfähig. Schon geringe Anstrengungen wie duschen, telefonieren oder kochen ermüden und überfordern sie. Zudem können sie sich oft nur schlecht konzentrieren und verspüren keinen Antrieb. Ausruhen und Schlafen hilft nicht.
Diesen Zustand nennt man „tumorbedingte Fatigue“. Fatigue (ausgesprochen „Fatieg”) tritt bei vielen Betroffenen während oder kurz nach der Therapie auf und bessert sich innerhalb einiger Wochen oder Monate. Es gibt aber auch Betroffene, die noch Monate oder sogar Jahre später mit Fatigue zu tun haben, und das, obwohl ihr Krebs eigentlich gut behandelt werden konnte. Bei manchen überwiegt die körperliche Erschöpfung, bei anderen wiederum die Antriebslosigkeit – also das Gefühl, sich zu nichts aufraffen zu können.