1. zu den Links für Barrierefreiheit
  2. zu den Links des Benutzerbereich
  3. zum Inhaltsbereich
  4. zum Ende der Seite
Familiencoach Krebs
Ergebnisse werden geladen

Interview: Fatigue & Erschöpfung

Viele Betroffene sind noch längere Zeit nach der Krebsbehandlung extrem erschöpft. Sie fühlen sich überhaupt nicht leistungsfähig. Schon geringe Anstrengungen wie duschen, telefonieren oder kochen ermüden und überfordern sie. Zudem können sie sich oft nur schlecht konzentrieren und verspüren keinen Antrieb. Ausruhen und Schlafen hilft nicht.

Diesen Zustand nennt man „tumorbedingte Fatigue“. Fatigue (ausgesprochen „Fatieg”) tritt bei vielen Betroffenen während oder kurz nach der Therapie auf und bessert sich innerhalb einiger Wochen oder Monate. Es gibt aber auch Betroffene, die noch Monate oder sogar Jahre später mit Fatigue zu tun haben, und das, obwohl ihr Krebs eigentlich gut behandelt werden konnte. Bei manchen überwiegt die körperliche Erschöpfung, bei anderen wiederum die Antriebslosigkeit – also das Gefühl, sich zu nichts aufraffen zu können.

Interview

Auch Hannas Partner Andrew leidet nach der Krebsbehandlung unter Fatigue. Wie sich diese Erschöpfung äußert und was das mit der Familie macht, erfahren Sie im folgenden Interview:

Video-Vorschaubild
Video-Vorschaubild
Video-Vorschaubild
Video-Vorschaubild

Hannas (24 Jahre) Freund Andrew (27 Jahre) ist an einem Hodgkin-Lymphom erkrankt. Behandlung und Reha sind abgeschlossen. Die Heilungsaussichten sind gut, aber Andrew ist noch sehr geschwächt. Die beiden haben einen 2-jährigen Sohn.

Hinweis: Hanna ist eine Schauspielerin. Wir haben bewusst darauf verzichtet, echte Angehörige und Betroffene zu filmen, um ihre Privatsphäre zu schützen. Was Hanna sagt, basiert aber auf vielen ausführlichen Gesprächen mit Angehörigen, Patientinnen und Patienten – und entspricht somit der Realität der Angehörigen und Betroffenen.

Woher die Fatigue kommt, lässt sich bei vielen Menschen mit Krebs nicht genau klären. Mögliche Ursachen sind die Krebserkrankung oder die Behandlung, aber auch körperliche Begleiterscheinungen wie Blutarmut (Anämie), Schilddrüsenprobleme, Mangelernährung, Infektionen, Schmerzen, Schlafstörungen oder Bewegungsmangel – aber auch seelische Belastungen.

Betroffene sollten sich daher auf jeden Fall an Ärztinnen oder Ärzte, psychosoziale Krebsberatungsstellen oder approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit einer zertifizierten Fortbildung „Psychoonkologie“ wenden, um das Vorliegen einer tumorbedingten Fatigue abklären und gegebenenfalls behandeln zu lassen. Bei vielen Betroffenen kann keine eindeutige psychische oder körperliche Ursache identifiziert werden.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wir werden die Inhalte entsprechend Ihren Angaben anpassen.

Gelesen