Abschied nehmen und Trauern

Vorbereitung auf die Beerdigung

Sich mit der Beerdigung und der Zeit danach auseinanderzusetzen, kann sehr schmerzlich sein. Vielleicht fühlt es sich für Sie furchtbar an, so konkret darüber nachzudenken. Manche Menschen finden es allerdings auch entlastend. 

Manchmal planen Angehörige und Erkrankte die Trauerfeier gemeinsam – als Teil des Abschieds. Erkrankte behalten so ein Stück Kontrolle und Angehörige haben das beruhigende Gefühl zu wissen, dass die Trauerfeier im Sinne der oder des Verstorbenen ist. Manche Angehörige und Betroffene haben neben all dem Schmerz sogar ein wenig Freude daran, dies planen zu können. Wenn sich Ihr Gegenüber allerdings nicht mit diesen Themen auseinandersetzen möchte, sollten Sie diesen Wunsch akzeptieren. Setzen Sie Ihr Gegenüber auf keinen Fall unter Druck. 

Für Angehörige kann es außerdem hilfreich sein, sich zumindest ein wenig mit der Zeit nach dem Tod zu beschäftigen. Zum Beispiel, was Sie in der Zeit direkt nach der Beerdigung machen möchten und wie das Leben insgesamt für Sie weitergehen soll. Die konkrete Beschäftigung mit der Zukunft kann ihr auch ein wenig den Schrecken nehmen. 

Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Gedanken hier festhalten.

Gibt es Wünsche zur Beerdigung?

  • Erdbestattung oder Kremation?
  • Soll es ein Grab geben? Wo? Wie soll der Grabstein aussehen?
  • Wer soll zur Trauerfeier kommen? Gibt es Wünsche an die Rede oder Kleidung?
  • Wie soll geschmückt werden? Welche Musik soll gespielt werden?
  • Sollen Spenden gesammelt werden?
  • Wer soll vom Tod erfahren?

Wo liegen wichtige Dokumente und Kontakte?

  • Geburts- und Heiratsurkunde, Testament
  • Bankzugänge, Verträge, Versicherungen
  • Schlüssel
  • Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Finanzberaterinnen und Finanzberater, Steuerprüferinnen und Steuerprüfer

Was mache ich in der Zeit nach der Beerdigung?

  • Möchte ich Freundinnen und Freunde besuchen?
  • Möchte ich zu Hause sein und aufräumen?
  • Möchte ich Menschen einladen?
  • Möchte ich verreisen?

Wie und wo soll die letzte Lebenszeit verbracht werden?

  • Zu Hause? Im Krankenhaus?
  • Welche Menschen sollen anwesend sein?

Wenn Sie gemeinsam über diese Themen sprechen, sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Lassen Sie sich bei diesen Gesprächen viel Zeit und besprechen Sie die einzelnen Punkte so detailliert wie möglich. 
  • Die Gespräche können Ihnen und Ihrem erkrankten Gegenüber viel Kraft abverlangen. Setzen Sie sich und Ihr Gegenüber nicht unter Druck. Achten Sie auf Ihre Grenzen und die der erkrankten Person. 
  • Machen Sie Pausen. 
  • Notieren Sie die Inhalte des Gesprächs, damit keine Informationen verloren gehen.  
  • Es kann hilfreich sein, sich für diese Gespräche Hilfe zu holen. Auf vielen Palliativstationen wird eine Betreuung durch Psychoonkologinnen und Psychoonkologen angeboten. Das sind meistens spezialisierte Psychologinnen und Psychologen oder spezialisierte Ärztinnen und Ärzte, die bei der psychischen und sozialen Bewältigung von Krebserkrankungen unterstützen. Sie stehen den Betroffenen zur Seite stehen und werden bei einigen Themen beratend tätig. Angehörige können sich an Krebsberatungsstellen wenden. 

Auch die Bestatterinnen und Bestatter stehen Ihnen bei all Ihren Fragen zur Seite und helfen Ihnen bei organisatorischen Dingen.

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